Hat es Microsoft geschafft den angepeilten Hardcore-Gamer-Markt zu erobern. Die Kinect ist mittlerweile schon seit gut zwei Jahren auf dem Markt. Nichts desto trotz ist sie für mich nicht mehr als ein kleiner Party-Magnet, denn
anspruchsvollere Titel kann ich mir, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, immer noch nicht vorstellen.
Mehr als einmal habe ich versucht mit dem System warm zu werden. Angefangen beim recht niedlichen Kinectimals welches durchaus seine Reize hat. Und auch die anderen, aus dem Hause von Microsoft stammenden, Titel wie Sports oder Adventures sind zumeist spaßig. Allerdings komme ich mir eher dämlich dabei vor, wenn ich alleine vor dem Fernseher herum hample. In einer Gruppe macht das Ganze dann schon viel mehr Spaß.
technische Fakten
Kamera: | RGB-Kamera mit einem Tiefen- sowie einem Infrarot-Sensor |
Arbeitsspeicher: | 512MB (DDR2 SDRAM) |
Auflösung: | Aufösung 640×480 Pixel (same as PS Eye) |
Anschluss: | USB 2.0 |
Mikrofon: | eingebautes Mikro befindet sich an der Unterseite |
Achtung: zur Nutzung an einer Xbox der älteren Generation wird ein zusätzlicher externer Stromanschluss für die Kinect benötigt
Beim ersten Anschließen an die XBox und auch meist beim Starten eines neuen Spiels kalibriert sich die Kinect von allein und passt sich u.a. der Körpergröße des Spielers an. Zudem kann sie sich, nach einem kurzen Scann-Vorgang in dem sich die Form des Spielers sowie dessen Größe „gemerkt“ wird, an den jeweiligen Spieler erinnern und ruft dann seinen Avatar auf wer er erkannt wurde.
Und dabei wären wir auch schon beim, für mich, größten Manko der Kinect, die Erkennung. Damit diese problemlos funktioniert, sind diverse Punkte zu beachten. Der Raum in dem gespielt wird sollte nicht zu klein sein, vor allem wenn man zu zweit spielen will. Die Spielererkennung erfolgt ab einem Abstand von 1,20m (ergibt einen ca. 1,30m großen Spielbereich) bis hin zu einem Abstand von 3,50m (ergibt ca. 3,80m großen Spielbereich). An einer Kinect konnten zu Beginn maximal 2 Spieler gleichzeitig agieren. Mehr Spieler zur selben Zeit wären auch keine gute Idee das man sich schon zu zweit oftmals in die Quere kommt. Doch dank ein paar cleverer Spielkonzepte bspw. im Spiel Raving Rabbids – Alive and Kicking ist es nun auch möglich zu viert und ohne große Verletzungen zu spielen.
Darüber hinaus spielt das Licht auch eine große Rolle. Der Raum sollte sehr gut beleuchtet sein, allerdings eher durch Lampen als Sonneneinstrahlung, sonst kann es passieren das die Kinect euch nicht richtig erfassen kann und eure Spielfiguren wie irre in der Gegend herum fuchteln.
Die Informationsverarbeitung seitens der Kinect unterteilt sich in vier Abschnitte. Die sogenannte Skelett-Tracking-Software erfasst den Körper des Spielers und konzentriert sich auf dessen verschiedene stattfindende Bewegungen. Gleichzeitig messen zwei Infrarot-Sensoren die Körperwärme, damit das System Gegenstände im Raum fehlerfrei vom Spieler unterscheiden kann. Außerdem trägt es zur Präzision der Steuerung bei, während die RGB-Kamera erster Linie der besseren bzw. eindeutigeren Interpretation von Gesichtsausdrücken dient in. Zu guter Letzt kommt ein Tiefensensor zum Einsatz der für die Positionsbestimmung des Spielers im Raum verantwortlich ist. Aus den gesammelten Informationen wird eine Art Tiefenabbildung kreiert die zusammen mit dem dynamischen RGB-Bild unmittelbar auf einen Greenscreen übertragen wird.
Unabhängig von der Kinect, ist auch die Erkennung des „Controllers“ bzw. der Person seitens der Spiele mal gut und auch mal schlecht. Bei Steel Battalion z.B., liegen die Bedienpunkte teilweise so nah beieinander, das schon enorme Präzision von nöten ist um den Panzer vorwärts bewegen zu können. Das die Spiele demnach mal mehr Spaß machen oder auch nicht, versteht sich von selbst. In der Liste unten seht ihr ein paar von uns getestet Spiele die wir euch empfehlen bzw. von denen wir euch abraten.
Empfehlung | Finger Weg |
Kinectimals | Yoostar 2 |
Kinect Sports 1&2 | Sports Island Freedom |
Raving Rabbids – Alive and Kicking | Steel Battalion: Heavy Armor |
Your Shape: Fitness Evolved | |
Rise of Nightmares |
Bei Yoostar 2 gab es jetzt nicht direkt Probleme mit der Erkennung. Es wurde aber viel Licht benötigt, bzw. musste man ganze leise sein, denn jegliche Geräusch stören den Aufnahmeprozess und schlagen sich so in der Wertung nieder.
Neben der Nutzung an der Xbox ist es ebenso möglich die Kinect an einen PC anzuschließen. Dort ist von kleinen Filmen über Rechner Steuerung bis hin zu Augmented Reality alles möglich. Im Internet gibt es Videos in denen bspw. Call of Duty mittels Kinect und der Wii-Mote gespielt wird. Zudem wird die Kinect auch gern zum Motion-Tracking eingesetzt. Wie man sehen kann, sind die Einsatzmöglichkeiten vielfältig.
Zudem entwickelt Microsoft das System und die Tracking-Software konstant weiter. So kann man seine XBox mitlerweile nicht mehr nur per Gestensteuerung bedienen, sonder auch mittels Sprachbefehlen. In den Anfängen der Kinect gab es zudem das Problem, das Personen mit dunkler Hautfarbe schlecht bis gar nicht erkannt wurden. Ich denke und hoffe aber das dieses Problem mit den Erweiterungen bereinigt wurde.
Bzgl. der Frage am Anfang lautet meine Meinung definitiv Nein. Sowohl ich, als auch andere Kollegen haben bereits die Erfahrung gemacht, dass Kinect bei einem schnellen Action geladenem Spiel nicht wirklich gut funktioniert. Dies kann in meinem Fall vielleicht darauf zurück geführt werden, dass mein Zimmer schlichtweg zu klein oder die Lichtverhältnisse nicht optimal sind. Aber ich hatte bei Kinect Star Wars hier und da kleine Wutausbrüche, weil mich das Gerät ständig verloren hat und meine Spielfigur nur noch wild herum fuchtelte. Der Herr Krätschmer von Game One hat sich zudem an dem Titel Steel Battalion: Heavy Arnour versucht und musste in dessen Verlauf mehrmals inne halten, um nicht zum Hulk zu werden. Ohne das Spiel selbst gespielt zu haben, kann ich allerdings nicht sagen ob die Probleme am Spiel, der Kinect oder den Lichtverhältnissen gelegen haben.